Solidarität, Spirtualität
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25 Jahre Weizer Pfingstvision

Was gäbe es nicht, würde es die Pfingstvision nicht geben?

Keine Leistungsbilanz – eine Dankesschrift

Fery Berger

 

1. Menschen, die Kirche und Gesellschaft aktiv mitgestalten

Eine Generation von Jugendlichen wurde in der Zeit der Jugendbewegug geprägt. Viele tragen jetzt in ihrem Umfeld Kirche und Gesellschaft aktiv mit.

Sie engagieren sich in der Politik (PolitikerInnen, MitarbeiterInnen in NGO´s), Wirtschaft (UnternehmerInnen, CEO´s), im sozialen Bereich (SozialarbeiterInnen, LeiterInnen von Behinderteneinrichtungen), Kirche (PastoralassistentInnen, ReligionslehrerInnen) und Kultur (KünstlerInnen, Leiter von Kulturzentren und  Kunstfestivals).

 

2. Menschen, die einen bewusst spirituellen Weg gehen

Bei Jugendexerzitien wurden bei vielen Jugendlichen 
erste Spuren für ein bewusstes spirituelles Leben gelegt.

Bei Pastoralseminaren geht es in erster Linie nicht um 
Glaubenswissen, sondern um heilende Glaubenserfahrungen. 
Menschen werden in schwierigen Lebenssituationen gestützt. Der persönliche Glaubensweg wird gestärkt. Für viele ist es die erste bewusste spirituelle Erfahrung.

Bei Fahrten nach Assisi, Rom, Santiago, Indien, Israel entsteht Gemeinschaft. Die Begegnung mit großen christlichen Heiligengestalten und anderen religiösen Traditionen bereichert die eigene Spiritualität.

Meditationskurse werden abgehalten

 

3. Zukunfstsweisende gesellschaftspolitische Basisinitiativen

Die Solidaritätsgruppe „Axé“ hat in 20 Jahren für die Arbeit von P. Günther Zgubic in der Gefängnisseelsorge Brasiliens über 1 Million € aufgebracht. Unterschriftenaktionen bewirkten, dass die UNO aufmerksam wurde auf Menschenrechtsverletzungen und es so zu Verbesserungen der Zustände in den Gefängnissen Brasiliens kam.

Die Solidaritätsgruppe „Christina lebt“ ist von einer kleinen Gruppe Jugendlicher zum größten Anbieter für mobile Behindertenbetreuung in der Oststeiermark geworden. Durch das federführende Engagement im Zuge des Sparpaketes des Landes Steiermark konnten für Schwerstbehinderte drohende Kürzungen abgewendet werden.

Die Solidarregion Weiz wurde von der Pfingstvision initiiert. 
Sie ist heute ein selbstständiger Verein. Sie hat viele Fehlentwicklungen unseres Kapitalistischen Systems vorausgesehen und konkrete, alternative Projekte gestartet. Schon 2005 wurde ein Solidarsparbuch und Solidarkredit gemeinsam mit 2 Banken der Region eingeführt. Die Wirtschafts- und Bankenkrise brach 2008 aus. Noch weitgehend unbekannte alternative Wirtschaftsmodelle wurden schon vorher diskutiert. Bei einer Veranstaltung mit Christian Felber  – Gründer der Gemeinwohlökonomie - kamen gerade einmal 15 Leute. Heute füllt er bei Veranstaltungen Europaweit die Säle. Inzwischen gibt es schon 25 Solidarbetriebe in der Region, die sozial-ökologisches Wirtschaften praktizieren.

 

4. Impulse für eine Reform der Katholischen Kirche in Österreich

Zu den anfänglichen Jugendtreffen kamen jährlich 500 – 1000 
Jugendliche aus der ganzen Steiermark nach Weiz. 1993 stand das Jugendtreffen unter dem franziskanischen Motto „Bau meine Kirche wieder auf!“ 
Von Mutter Mutter Teresa gab es eine Grußbotschaft dazu.

Die Selbstverpflichtung der Weizer Pfingstvision in 10 Punkten, 
wurde 1995 von 30.000 Menschen unterschrieben. Seitdem spielt die Pfingstvision in der Reformdiskussion der Katholischen Kirche in Österreich eine gewisse Rolle.

Weiz wird in Verbindung gebracht mit Persönlichkeiten wie dem 
Theologen Paul M. Zulehner oder Kardinal Dr. Franz König, der als Erster die Pfingstvision unterschrieb.

Durch Beziehungen mit dem bekannten ägyptischen 
Mystiker Henri Boulad, oder dem verstorbenen Kardinal und Papstkandidaten Carlo M. Martini, ist Weiz in kirchlichen Kreisen 
auch über Österreich hinaus bekannt.

In Weiz wurde zum ersten Mal ein Pfarrkonzil 
abgehalten und Konziliare Treffen veranstaltet. 
Damit wurde versucht das Konzil auf der Ebene der Basis weiterzuführen.

Nach dem „Dialog für Österreich“ in Salzburg versuchte 
die Pfingstvision einen „Konziliaren Weg der Jugend“ für Österreich anzuregen. Geblieben ist von diesem Vorhaben das Projekt 
„72 Stunden ohne Kompromiss“, das bis jetzt Österreichweit durchgeführt wird.

Im Zusammenhang mit dem neuen Papst Franziskus kommt der Pfingstvision eine neue Rolle in der Reformdiskussion der Kirche zu. 
Die 10 Punkte der Weizer Pfingstvision sind deckungsgleich mit dem Programm, das sich Papst Franziskus für seine Amtszeit gegeben hat. Das kommt daher, dass die Spiritualität der Pfingstvision franziskanisch, ignatianische Wurzeln hat.

 

5. Weizer Pfingstereignis

Zum 25. Mal findet heuer das Weizer Pfingstereignis statt. Dieser Programmbogen von 12-15 Veranstaltungen rund um Pfingsten, ist inzwischen über die Grenzen hinaus bekannt. Das Ereignis ist in seiner Art einmalig in Österreich. An den diversen, spirituellen, politischen, kirchlich-ökumenischen und künstlerischen Veranstaltungen nehmen jedes Jahr 2000 – 3000 Menschen teil.

Dabei wurden im Laufe der Zeit wichtige Impulse gesetzt. 
Es wurden Pfingstsymposien für Führungskräfte abgehalten. Der idyllische Kräutergarten am Weizberg – ein Ort des Spirituellen 
Weges -  wurde zu einem beliebten Veranstaltungsort. In der Weizbergkirche wurden fast alle Brucknersymphonien aufgeführt. 
Es gab mehrere Eigenproduktionen von Musicals und Uraufführungen von Messen. Ein eigenes Liedgut für Gottesdienste entstand.

 

6. Zentrum zeitgenössischer Kunst am Weizberg

Im Zuge der Veranstaltungsreihe „PfingstArt“, war inzwischen 
schon fast die ganze österreichische Literaturszene -  von Felix Mitterer, Josef Winkler bis Thomas Glavinic - in Weiz.

Durch die Kunstinstallationen des bekannten Weizer 
Künstlers Walter Kratner - der zugleich der künstlerische Leiter der Pfingstvision ist – ist der Weizberg zu einem Anziehungspunkt für Kunstinteressierte geworden.

Mit dem im Jahr 2001 geschaffenen „Spirituellen Weg“ von der Taborkirche auf den Weizberg, war die Pfingstvision ein Pionier für zeitgemäße Formen des Pilgerns.

    Bedeutende Künstler - von Alfred Hrdlicka, Hannes Schwarz bis Siegfried Anzinger – haben im Kulturkeller am Weizberg ausgestellt. 
Ein Markenzeichen der PfingstArt ist die Förderung junger KünstlerInnen aus der Region.

 

7. WAY of HOPE - Spirituelle Bewegung für einen globalen Wandel

Mit dem Beginn dieser interreligiösen und überparteilichen Bewegung ist vor 4 Jahren die bis jetzt größte Initiative der Pfingstvision gestartet worden. Spirituell geprägte Menschen verschiedenster Traditionen und Religionen engagieren sich gemeinsam für einen grundlegenden Wandel der Gesellschaft.

Durch die aktive Nutzung der neuen sozialen Medien zieht diese unabhängige Bewegung inzwischen auch internationale Spuren. Bedeutende Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland kamen zu den bisherigen 4 Treffen nach Weiz. Verschiedenste Projekte wurden gestartet. Im vorigen Jahr wurde die „WAY of HOPE - gemeinnützige GmbH“ gegründet. Es entstanden Satzungen für die Bewegung. Auch mit der Zusage in Weiz ein Haus als Zentrum für die Bewegung zu bekommen, begann jetzt der Aufbau einer internationalen Organisation.


 
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