SOLIDARITÄT, SPIRITUALITÄT
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Günther Zgubic
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DER WEIZER
Günther Zgubic

Günther Zgubic bezeichnet sich selbst gerne als Weizer. Seine wichtigste Zeit als Kaplan verbrachte er in Weiz von 1980 bis 1988. Der gebürtige Pölser studierte Theologie in Rom und entdeckte bald seine Berufung als Christ sich besonders für sozial Schwächere einzusetzen. In Weiz engagierte er sich sehr in der Ökumene. Der damalige evangelische Pfarrer Arno Preis zählte zu seinen engen Freunden. Günther Zgubic suchte den Kontakt mit allen, besonders auch mit Menschen, die der Katholischen Kirche ferne standen. Legendär waren seine späten Hausbesuche. Er lebte besonders auch von den seelsorglichen und freundschaftlichen Kontakten zu vielen WeizerInnen. Heute noch geschieht es, dass er in Brasilien persönliche Nachrichten bekommt bei Todesfällen oder anderen freudigen und tragischen Ereignissen von Menschen, die er vor 20 Jahren begleitet hat. Günther Zgubic entschied sich 1988, einer inneren Stimme folgend, nach Brasilien zu gehen. In diesem Jahr war er auch mit dabei, als in einer Gruppe junger WeizerInnen der Grundstein für die Weizer Pfingstvision gelegt wurde. Von daher entwickelte sich dann auch von Anfang an eine intensive Zusammenarbeit mit ihm in Brasilien. Aus diesem Engagement heraus entstand die Solidargruppe Axé. Nach den ersten Jahren in einer Vorstadtpfarre von Sao Paolo lebte Günther Zgubic 3 Jahre auf den Straßen von Sao Paolo mitten unter Obdachlosen und sozial Verwahrlosten. Dann engagierte er sich als Seelsorger in Gefängnissen von Sao Paolo.

Menschenrechtsarbeit in den
Gefängnissen Brasiliens

Heute ist er verantwortlich für die Gefängnis-seelsorge von ganz Brasilien.In dieser Aufgabe ist er täglich mit Folterungen schlimmster Art konfrontiert. Allein in den letzten zwei Jahren hat er 1650 Anzeigen erstattet. Schlimmste Foltermethoden werden angewandt. Wenn es irgendwo Probleme gibt mit einzelnen Häftlingen, werden alle 200-300 Insassen eines Traktes mit Brachialgewalt zusammenge-knüppelt. Häftlingen wird bei den Verhören der Kopf mit einem Plastiksack zugeschnürt bis sie kurz vor dem ersticken sind. Rote Ränder unter den Fingernägeln zeigen den Tod an. Es werden den Gefangenen auch Nägel unter die Fingernägel geschlagen. Leute werden nackt ausgezogen und müssen sich auf den Boden legen. Dort lässt man Wasser hineinfließen und leitet Strom hinein. Frauen bekommen an ihren Brüsten Stromschläge versetzt. Dazu muss erwähnt werden, dass der überwiegende Teil der Gefangenen aus sozialen Gründen hinter Gittern sitzt. Allein wenn ein 15-Jähriger ein Coca Cola stiehlt, kommt er oft ins Gefängnis. Die wirklichen Kriminellen und Mafiacliquen tyrannisieren diese Häftlinge dann.

Günther Zgubic sieht seine Aufgabe nicht nur in der Seelsorge. Er setzt sich auch mit allen Konsequenzen für die Menschenrechte ein. 2002 ist es ihm gelungen die Kommisärin für Menschenrechte der UNO nach Brasilien zu holen. Sehr viel konnte er inzwischen schon erreichen. War er in der Anfangszeit selbst oft mit dem Leben bedroht, so besteht diese Gefahr jetzt nicht mehr so sehr. Zu bekannt ist der Name Günter Zgubic bereits in ganz Brasilien.

 


   
 
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