PROJEKTE / INITIATIVEN

1.  Jugendbewegung

2. Christina lebt – Verein für Menschen mit Behinderung

3. Weizer Pfingstvision

4. Weizer Pfingstereignis

5. Spiritueller Weg

6. PfingstArt – Zeitgenössische Kunst und Gegenwartskultur

7. Solidarregion Weiz

8. WAY of HOPE – Bewegung für einen globalen Wandel

9. WAY of HOPE – Flüchtlingshilfe Weiz

10. Pilgerzentrum am Weizberg. Im Geist von Papst Franziskus

11. Papst Franziskus Pilgerweg

12. WAY of HOPE – Ukrainehilfe

 

1989 Jugendbewegung

Zu Pfingsten findet in Weiz ein Jugendtreffen statt. In einem Musical über Martin Luther King formulieren Jugendliche ihre Vision: „Wir haben einen Traum von einem neuen Aufbruch in unserer Kirche. Wir haben einen Traum von Menschen, die Gott erfahren und Gemeinschaften bilden. Wir haben einen Traum von ChristInnen, die das Dunkel in der Welt licht machen und die Botschaft von der Befreiung verwirklichen.”

Ausgehend von dieser Vision entwickelt sich eine Jugendbewegung. Zahlreiche Jugendgruppen entstehen. Es bilden sich politische Arbeitskreise. Meditationstage, Assisi-Fahrten und das jährliche Pfingsttreffen stehen im Mittelpunkt dieser Bewegung.

 

1994: Christina lebt – Verein für Menschen mit Behinderung

Eine kleine Gruppe von Jugendlichen schließt sich zu einem politischen Arbeitskreis zusammen. Sie wollen sich für Menschen mit Behinderung einsetzen. Sie beginnen damit für Christina, einem Mädchen mit Beeinträchtigung, einen Arbeitsplatz zu finden. Diese Gruppe gründet später gemeinsam mit Erwachsenen den Verein „Christina lebt.“ Dieser setzt sich als erster mit großem Engagement dafür eine, dass mobile Betreuung von beeinträchtigten Menschen vom Land Steiermark finanziert wird; was nach langem Bemühen auch gelingt. Der Verein „Christina lebt“ entwickelt sich im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten Institutionen für beeinträchtigte Menschen in der Region Weiz.

www.christinalebt.at

 

1995: Weizer Pfingstvision

In den Turbulenzen der österreichischen Kirche, im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal rund um Kardinal Groer, wird ein Aufruf formuliert mit dem Titel „Weizer Pfingstvision“. Unter dem Motto „Wir brechen auf“ wird dieser Aufruf mit 10 Erneuerungsvorschlägen für die Kirche in Österreich von 40.000 Menschen unterschrieben; als erster von Franz Kardinal König. Der Titel des Aufrufes wird von da an auch zum Namen der Bewegung „Weizer Pfingstvision“. Zu den Jugendlichen kommen jetzt auch immer mehr Erwachsene hinzu. Ein Leitungsteam wird gebildet. Der bekannte Theologe Paul M. Zulehner wird zu einem der wichtigsten Begleiter und Berater. Das Motto lautet: „Je spiritueller, desto solidarischer“. In einer Predigt sagt Franz Kardinal König, er erwarte sich von Weiz ein neues Pfingsten. Diese Vision steht jetzt im Mittelpunkt des Engagements. Zahlreiche Pastoralseminare bilden die spirituelle Basis. Neue Solidarinitiativen werden gegründet.

www.pfingstvision.at

 

1996: Weizer Pfingstereignis

Zu dem einen Jugendtreffen am Pfingstsonntag kommen jedes Jahr weitere Veranstaltungen hinzu. Das Leitungsteam organisiert das „Weizer Pfingstereignis“, mit 12-14 Veranstaltungen während des Monats vor Pfingsten. Spiritualität, Solidarität, Kunst und Kultur sind die inhaltlichen Schwerpunkte des jährlichen Programms.

www.pfingstvision.at/?p=907

 

2001: Spiritueller Weg

Dieser moderne Pilgerweg wird im Rahmen einer Landesausstellung errichtet. Er ist einer der ersten religiösen Themenwege in Österreich. Der Weg führt von der Tabor Kirche im Zentrum der Stadt Weiz hinauf zur Basilika am Weizberg. Auf dem drei Kilometer langen Weg befinden sich sieben Stationen. Per Smartphone kann man sich an jeder dieser Stationen spirituelle Impulse anhören. Darüber hinaus gibt es Videos der Künstler Andrea Sailer und Walter Kratner zu sehen. Dieser moderne Pilgerweg möchte Menschen auf die Spur ihrer persönlich-spirituellen Erfahrung bringen.

www.spirituellerweg.at

 

2002: PfingstArt – Zeitgenössische Kunst und Gegenwartskultur

Der Künstler Walter Kratner startet das Festival „PfinstArt“. Es widmet sich den aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und erkundet deren religiösen und philosophischen Horizont. Wie lassen sich zeitgenössische Positionen in Kunst und Kultur zu religiösen Traditionen in Beziehung setzen? Als Kurator organisiert er jedes Jahr vor Pfingsten ein Mehrspartenfestival mit Musik, Literatur und Bildender Kunst. Die wichtigsten österreichischen AutorInnen kommen so nach Weiz. Jedes Jahr zeigt er Installationen in der Basilika am Weizberg. Im öffentlichen Raum werden Kunstinstallationen errichtet.

www.pfingstArt.at

 

2005: Solidarregion Weiz

Ein Weizer Unternehmen soll von einem internationalen Großkonzern aufgekauft werden.

Die Globalisierung erreicht Weiz. Aus den Protesten heraus entwickelt sich die zivilgesellschaftliche, überparteiliche und überkonfessionelle Basisinitiative „Solidarregion Weiz“. Wie soll auf regionaler Ebener der Globalisierung begegnet werden? Alternative Ideen und konkrete Vorschläge für soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit in der Region werden unterstützt. Verschiedenste Projekte werden umgesetzt, wie zum Bespiel Solidarsparbuch, Solidarkredit, oststeirischer Klimagipfel. Solidarunternehmen werden ausgezeichnet. Jedes Jahr findet eine Solidarpreisverleihung statt, bei der verschiedenste solidarische Projekte in der Region in den Mittelpunkt gestellt werden.

www.solidarregion.at

 

2009: WAY of HOPE – Bewegung für einen globalen Wandel

Noch unter dem Eindruck der globalen Finanzkrise bildet sich die interreligiöse und überparteiliche Bewegung „WAY of HOPE“. Ziel ist es, spirituell wache Menschen zu vernetzen, die sich der globalen Krisen bewusst sind und sich für einen grundlegenden Wandel der Gesellschaft zu engagieren. Die ersten Jahre finden in Weiz Österreich weite Treffen mit Expertinnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Religion statt. Die großen globalen Herausforderungen werden thematisiert. Nach Lösungen wird gesucht. Im Jahre 2013 wird die „WAY of HOPE-gemeinnützige GmbH“ gegründet.

Zugleich bekommt die Bewegung ein eigenes Zentrum, das „Hannes-Schwarz-Haus“; mitten in der Stadt Weiz.

www.wayofhope.info

 

2014: WAY of HOPE – Flüchtlingshilfe Weiz

Hat man sich in den ersten drei Jahren theoretisch mit den globalen Krisen auseinandergesetzt, so will man sich jetzt konkret einer dieser großen globalen Herausforderungen stellen, der Migration. Die große Flüchtlingswelle beginnt. Es entsteht die Initiative „WAY OF HOPE – Flüchtlingshilfe Weiz“. Neun Wohnungen werden in der Stadt angemietet. 50 Flüchtlinge können so optimal betreut werden. Flüchtlinge werden unterstützt bei Arztbesuchen, Behördengängen, Sprachkursen und der Arbeitssuche. Man versucht sich von Anfang an für deren Integration zu engagieren. Über diese Arbeit hinaus setzt man sich auch intensiv mit den gesellschaftspolitischen Entwicklungen in der Flüchtlingsfrage auseinander.

www.wayofhope.at

 

2019: Pilgerzentrum am Weizberg. Im Geist von Papst Franziskus

Papst Franziskus ernennt 2017 die Weizbergkirche zu einer Basilika. Eine Basilika steht in einer besonderen Beziehung zum Bischof von Rom. Sie soll in besonderer Weise die Anliegen des Papstes verbreiten. Das ist der Anstoß ein EU-Projekt zu starten; das „Pilgerzentrum am Weizberg. Im Geist von Papst Franziskus“. Das Grundkonzept dafür kann zu Pfingsten 2019 Papst Franziskus persönlich übergeben werden. Fünf Orte des Rückzugs und der Besinnung rund um die Basilika entstehen. Zwei weitere Pilgerrundwege und ein Pilgerweg der Kinder werden geschaffen. Die monatlich gestreamten Pilgergottesdienste werden zur Tradition.

Ein zeitgemäßes, spirituell-solidarisches und interkulturelles Zentrum entsteht. 

www.pilgerzentrum.eu

 

2020: Papst – Franziskus – Pilgerweg

Von der Basilika Mariatrost in Graz bis zur Basilika am Weizberg wird ein Pilgerweg angelegt. Der 24 Kilometer lange Weg ist ein abwechslungsreicher, schöner Naturweg. Die Gehzeit beträgt ungefähr sechs Stunden. Am Weg befinden sich sieben inhaltlich gestaltete Stationen. Per Smartphone können von bekannten AutorInnen gestaltete Hörtexte und Videos über Papst Franziskus abgerufen werden. Der Pilgerweg ist Papst Franziskus gewidmet. Er ist kein Gedenkweg, sondern ein Weg der Inspiration und Motivation. Bei der Eröffnung dieses Weges befindet sich Papst Franziskus im siebenten Jahr seines Pontifikats. An sieben Stationen wird er als Provokateur, Reformer, Mystiker, Bewahrer der Schöpfung und Revolutionär des Glücks vorgestellt. Es geht nicht nur um ein Kennenlernen seiner Person. Es geht darum, sich von ihm inspirieren zu lassen, sich auf den eigenen spirituellen Weg zu begeben. Es geht darum, in dieser Zeit der globalen Krisen, sich für ein persönliches Engagement motivieren zu lassen.

www.pfweg.eu

 

2022: WAY of HOPE – Ukrainehilfe

Als im 24. September in der Ukraine der Krieg ausbricht, ist es absehbar, dass auch viele Vertriebene nach Österreich kommen werden. „Way of HOPE – Flüchtlingshilfe“ mietet sofort mehrere Wohnungen an, so dass schon am 15. März die ersten Frauen mit ihren Kindern aus Kiew aufgenommen werden können. Insgesamt sind es dann 16 Wohnungen, in denen 70 Ukrainerinnen mit ihren Kindern leben können. „Way of Hope – Flüchtlingshilfe“ bekommt ein neues Zentrum am Weizberg, direkt neben der Basilika. Gleich zu Beginn wird eine Ukrainerin angestellt, um bei der Betreuung zu helfen. Auch eine Psychologin aus der Ukraine arbeitet im Team mit. Von Anfang an werden Deutschkurse angeboten. Die Kinder werden in den Schulen und Kindergärten aufgenommen. „WAY of HOPE“ hilft bei den Behördengängen, Arztbesuchen und der Arbeitssuche. Hat man zu Beginn die Hoffnung, dass der Krieg höchstens ein halbes Jahr dauern wird, so wird diese Hoffnung leider enttäuscht.

www.wayofhope.at